Hebezeuge

Warum die richtigen Hebezeuge in keinem Betrieb fehlen dürfen

In produzierenden Betrieben und in der Logistik wird an allen Ecken und Enden gehoben, wozu Dinge wie Hebezeuge, Lastaufnahme- und Anschlagmittel erforderlich sind. Diese gibt es in verschiedenen Varianten, mit denen sich die Last schwebend heben lässt. Anschlagmittel und Anschlagketten zählt man ebenfalls zu den Hebezeugen. Deren Ketten weisen Sondergüten der Grade 80, 100 oder 120 auf. Für ihre Festigkeit sind Prüfzeugnisse vorgeschrieben. Maßgeblich sind hierfür die BGHM-Regeln (Berufsgenossenschaft Holz und Metall) und die UVV (Unfallverhütungsvorschriften).

Arten von Hebezeugen im Überblick

  • Hebebühne
  • Hubbrücke
  • Hebebaum
  • Seilzug
  • Laufkatze
  • Hebelade
  • Ladebaum
  • Gabelstapler
  • Hebelzug
  • Winde
  • Kran
  • Hubwerk
  • Wagenheber
  • Kettenzug

Diese Varianten haben sich über Jahrtausende entwickelt. Schon die alten Ägypter konstruierten für den Bau ihrer Pyramiden raffinierte Hebezeuge. Moderne Hebezeuge werden seltener von Hand, oft hydraulisch und manchmal pneumatisch betrieben oder haben einen Elektromotor, doch an mechanischen Grundprinzipien wie etwa der Winde, dem Flaschenzug oder dem Einsatz der Hebelwirkung hat sich in Jahrhunderten und Jahrtausenden nichts geändert.

Beispiele für heutige Hebezeuge

Kräne heben sehr schwere Lasten, wofür sie viel Raum benötigen. Sie werden auf Baustellen und als Festinstallation in der Regel an der Decke von Industriehallen und Verladestellen eingesetzt. Wenn weniger Raum vorhanden ist, so in der Logistik und in Gewerbebetrieben, kommen vielfach Gabelstapler oder Hebezeuge mit Flaschenzugprinzip zum Einsatz. Die Bandbreite der Anwendungsfelder ist hierbei hoch. Der Vorteil besteht darin, dass sich Flaschenzüge in fast jeder Größe bauen lassen und damit auch sehr unterschiedliche Lasten heben können.

Wie müssen moderne Hebezeuge verarbeitet sein?

Wie schon oben erwähnt gibt es sehr strenge Vorschriften bezüglich der Belastbarkeit, um Unfälle auszuschließen. Die Einhaltung dieser Vorschriften setzt eine sehr robuste Qualität voraus, die wiederum nur durch höchste Ansprüche an den Herstellungsprozess und das Material zu realisieren ist. Es werden hochfeste Stähle, verzinkte Streben und äußerst präzise eingestellte Rollfahrwerke verwendet. Sicherheitselemente sind des Weiteren mechanische Konstruktionen wie Ketten Freischaltungen. Die UVV-Prüfungen finden mindestens jährlich, vor dem Ersteinsatz und in besonderen Fällen (etwa Umbau der Anlage) statt. Das schreibt die DGUV-Vorschrift 54 vor. Die Prüfung belegt den arbeitssicheren Zustand des Hebezeugs oder führt zu dessen Reparatur bzw. Ausmusterung. Verschleißmängel müssen stets vor einem Schaden erkannt werden.

Die ersten Hebezeuge

wurden mit Sicherheit schon in der Steinzeit verwendet, vom Pyramidenbau existieren Aufzeichnungen, die den Einsatz von Hebezeugen zeigen. Die ersten Pyramiden wurden im dritten vorchristlichen Jahrtausend gebaut. Wer den Flaschenzug erfunden hat, ist nicht bekannt, erste einfache Darstellungen sind von einem um 970 v. Chr. entstandenen assyrischen Relief bekannt. Archimedes (287 – 212 v. Chr.) entwickelte ihn in seiner zusammengesetzten Form, die erst zu richtiger Effizienz führt. In europäischen Städten des Mittelalters wurde er für die Bautätigkeit sehr wichtig, weil er das vergleichsweise hohe Heben schwerer Lasten mit rein menschlicher Kraft auf engstem Raum ermöglichte. Die Abstände zwischen den Häusern waren ja damals sehr eng, wie wir von den noch erhaltenen Innenstädten wissen. Die Zukunft der Hebezeuge ist digital und hängt von Entwicklungen in der Industrie 4.0 ab.

Bildquelle: Tama66_pixabay

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