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MAgnesiumöl - FLF-Book.de

Magnesiumöl soll der neue Heilsbringer sein bei den alternativen Behandlungsmethoden. Doch es wird heftig darüber diskutiert ob es wirklich hält was es verspricht. Es soll bei Gelenkschmerzen, Asthma, Muskelbeschwerden und sogar bei Bluthochdruck helfen.

Die angeblichen Vorteile des Magnesiumöl

  • Es soll im Gegensatz zum Magnesium als Nahrungsergänzungsmittel keine Probleme im Magen- Darm – Trakt geben.
  • Man kann nach Belieben dosieren, da es keine schädlichen Nebenwirkungen aufweist.
  • Es hat eine sehr schnelle Wirksamkeit.
  • Es ist ein direktes Auftragen auf die schmerzende Stelle möglich und ist so auch ideal für Sportler.
  • Es hilft bei Zahnschmerzen und Zahnblutungen.

Die Wissenschaft zum Magnesiumöl

Die Wissenschaft kann schon seit geraumer Zeit beweisen mit allerlei Versuchen und Tests, dass Magnesium bei Stress, Muskelkrämpfen und Asthma hilft. Hierbei wird das Magnesium in Form von Nahrungsergänzungsmittel, sprich Pulverform, eingenommen. Das Magnesiumöl hingegen soll auf die Haut gerieben werden. Das soll die gleichen Effekte bringen wie das Magnesium in Pulverform. Wissenschaftlich konnte dies aber noch nicht überzeugend bewiesen werden. Es gibt zwar einige wenige Studien hierzu. Allerdings waren diese eher ungenau, da es stets zu wenige Teilnehmer und Teilnehmerinnen gab, unzuverlässig randomisiert wurde. Es ist schwierig über Magnesiumöl eine zuverlässinge Aussage zu treffen.

Wie soll man das Magnesiumöl verwenden?

Es wird meistens in Sprühflaschen verkauft und erinnert nur durch ihre ölige Konsistenz an ein Öl. Das Produkt soll wie folgt benutzt werden:

  • auf die schmerzende Stelle sprühen
  • mehrmals am Tag auftragen
  • keine empfindlichen Stellen (Brustwarzen, Schleimhäute, Augen, …) besprühen
  • kann auch als Badesalz verwendet werden
  • wenige Milliliter mit Wasser mischen und gurgeln

Genaue Dosierungen müssen nicht beachtet werden, da Magnesiumöl ungefährlich ist. Nach dem Auftragen kann man ein Jucken oder Kribbeln verspüren. Laut Hersteller ist dies ein Zeichen für einen Magnesium Mangel. Allerdings gibt es hierfür keine wissenschaftlich belegten Beweise.

Magnesiumöl bei Sport

Die Macher des Magnesiumöls versprechen eine schmerz -und krampflösende Wirkung, wenn das Öl auf die entsprechende Stelle aufgetragen wird. Diese Wirkung kann tatsächlich eintreten, dies hat aber meisten einen der folgenden zwei Gründe:

  • Das kühlende Spray hilft schon bei der Schmerzlinderung.
  • Der sogenannte Placebo-Effekt, könnte wirken.

Die Kosten

Die Preise des Magnesiumöl liegen durchschnittlich bei 10€ bis 40€. Aber man kann es sich auch sehr leicht zu Hause selbst herstellen.

Magnesiumöl selber herstellen

  • 30 g Magnesiumchlorid Hexahydrat Pharmaqualität
  • Wasser (wahlweise destilliert oder Leitungswasser)
  • Sprühflasche

Man nehme circa 30g Magnesiumchlorid Hexahydrat (mit einer Waage abwiegen), gibt es in einen Becher und füllt es mit circa 100 ml lauwarmen Wasser auf. Jetzt rührt man mit einem Löffel solange um, bis sich das Magnesiumchlorid Hexahydrat vollständig aufgelöst hat. Schon ist es fertig und direkt einsatzbereit und abfüllen in eine passende Sprühflasche.

Fazit

Über Sinn und Zweck von Magensiumöl lässt sich durchaus streiten. Manchmal kann der Glaube (Placebo-Effekt) Berge bewegen. Die Zutaten sind nicht all zu teuer, darum kannst du es einfach Mal ausprobieren.

Hier bekommst Du alle Zutaten.

Bildquelle: 422737_Pixabay

16. Juli 2019 0 comment
Hanf

Hanf bzw. Cannabis hat eine sehr bewegende Geschichte hinter sich und ist jetzt, dank der hervorragenden Wirkung, wieder auf dem Vormarsch. In der Schweiz ist das medizinische Cannabis bereits seit dem Jahr 2011 erlaubt, wenn es verschrieben wird und andere Länder folgen nach und nach. Dabei gibt es in Spanien mittlerweile eine Klinik, die sich ausschließlich mit Cannabis Therapien beschäftigt. Dies ist aber nicht ohne Grund so. Denn vor vielen Tausend Jahren war Hanf nicht nur eine Nutzpflanze, sondern wurde auch wegen seiner Heilwirkung geschätzt. Durch eine Lüge in den 1930er Jahren durch einen Minister in den USA wurde es schließlich verboten. Glücklicherweise erlebt Hanf derzeit ein Comeback der besonderen Art und kann vielen kranken Menschen bei ihren Leiden helfen.

Die Nutzpflanze Hanf

Hanf war schon vor vielen Tausend Jahren eine Nutzpflanze, aus der Seile, Segel, Papier, Hanföl und vieles mehr hergestellt wurden. So wurde beispielsweise in China um das Jahr 2800 v. Chr. das erste Seil aus der Hanffaser hergestellt. Doch auch für Papier wurde die Hanffaser genutzt und erstmals im Jahr 100 v. Chr. Papier aus Hanffaser geschöpft. 

Die Blütezeit der Hanffaser war jedoch erst im 17. Jahrhundert. Zu dieser Zeit wurden Uniformen für die Seeleute, Segel, Seile, Flaggen und Papier aus dieser Faser hergestellt. Der grosse Vorteil dabei war, dass Hanf eine sehr widerstandsfähige Faser ist und nicht nur sehr reißfest, sondern auch wasserabweisend ist. Ideal also für die Schifffahrt früher.

Nachdem jedoch die Baumwollspinnerei mechanisiert wurde, ging das Interesse im 18. Jahrhundert an Hanf zurück. Die Technik entwickelte sich weiter, was dann hiess, dass die Papierindustrie im 19. Jahrhundert Papier aus Holz fertigte, was dazu führte, dass Hanf immer mehr in Vergessenheit geriet. Den Todesstoss bekam Hanf jedoch in den 1930er Jahren, nachdem durch eine Lüge des Politikers Harry Anslinger, Hanf weltweit verboten wurde. 

Doch einige Wissenschaftler ließen sich nicht beirren und untersuchten Cannabis weiter. Sie wollten nicht nur wissen, warum Hanf so „gefährlich“ war, sie wollten auch belegen, dass Anslinger gelogen hatte.

Die wissenschaftlichen Untersuchungen von Hanf

Der Minister Anslinger schrieb, bei seinem Feldzug gegen Hanf, 30 Wissenschaftler an, die die gefährliche Wirkung von Cannabis bestätigen sollten. Lediglich ein Forscher bestätigte dies und die anderen 29 waren alle davon überzeugt, dass Cannabis vollkommen ungefährlich sei. Nur die Antwort des einen Wissenschaftlers fand den Weg zur Presse und wurde daraufhin verboten. 

Dennoch ließen sich die Forscher nicht einschüchtern und fanden schnell heraus, dass Hanf jede Menge positive Effekte auf Körper, Geist und Seele hatte. So wurde im Jahr 1973 eine Studie veröffentlicht, die belegt, dass Epilepsie bei Tieren mit Hanf bzw. dem Stoff CBD behandelt werden konnte. Diese Studie wurde in Brasilien durchgeführt und erregte definitiv Aufsehen. Doch schon ein Jahr später belegte ein Forscherteam, dass mit CBD auch die Epilepsie an Menschen gelindert werden konnte und die Anfälle signifikant gesunken waren, wenn die Patienten Hanf konsumierten. Zudem wurde festgestellt, dass CBD Öl einen positiven Effekt auf den Schlaf hat und bei Schlafstörungen helfen kann. Auch Angststörungen konnten mit CBD gelindert werden, wie die Wissenschaftler belegte. Der größte Durchbruch des Cannabis war jedoch, als Mitte der 70er Jahre belegt wurde, dass CBD die Nebenwirkungen einer Krebstherapie lindern konnte. Vor allem die Übelkeit, die vielen Patienten zu schaffen machte, konnte durch das CBD sehr gut verhindert werden. Dennoch sollte es noch Jahre dauern, bis Cannabis zu medizinischen Zwecken zugelassen wurde.

Hanf und seine positive Wirkung auf die Psyche

In den zahlreichen Untersuchungen, die bisher durchgeführt wurden, zeigte sich schon, welche vielfältige Wirkung CBD oder auch andere Nahrungsergänzungsmittel auf Körper, Geist und Seele hat. Allerdings wollen die Wissenschaftler diese Wirkung natürlich genauer unter die Lupe nehmen und forschten immer weiter. 

So wurde beispielsweise im Jahr 1982 festgestellt, dass CBD eine hervorragende antipsychotische Wirkung hat. Nur wenige Jahre später wurden Tür und Tor für CBD geöffnet. Hier entdeckten Forscher nämlich das körpereigene Endocannabinoid System, das selbst Cannabidiol im Körper produziert. Dennoch dauerte es noch einige Jahre, bis endlich auch die Wirkung von CBD an Menschen getestet werden konnte. Dabei wurde schnell klar, dass es Patienten mit Alzheimer und Parkinson deutlich besser ging, wenn sie Cannabis konsumierten und die Lebensqualität verbessert wurde. Trotzdem wurde Cannabis nicht zu medizinischen Zwecken zugelassen.

Medizinisches Cannabis erstmals Ende der 90er Jahre zugelassen

Die ersten Staaten, die medizinisches Cannabis zuließen, waren Oregon, Washington und Alaska. Dabei wurde der Firma GB Pharmaceuticals die Lizenz gegeben, um ein Cannabis Produkt, namens Sativex, herzustellen. Dieses Cannabis Produkt sollte bei chronischen Schmerzen wie auch bei Multiple Sklerose eingesetzt werden. Auch Patienten, die an Spasmen litten, konnten sich dieses Cannabis Medikament verschreiben lassen.

Der Durchbruch von CBD

Durch diese vielseitige Wirkung von CBD wurden die Untersuchungen immer weiter verfolgt. So konnte dann im Jahr 2000 belegt werden, dass CBD auch eine entzündungshemmende Wirkung hat und zudem auch antioxidativ wirkt. 

Allerdings erregte CBD großes Aufsehen, da festgestellt wurde, dass CBD das Wachstum von Tumoren bei Tieren hemmen konnte. Dies könnte der Durchbruch sein, da mittlerweile in Brasilien auch ein Cannabis Medikament gegen Krebs zugelassen wurde. Es wird wohl nur noch eine Frage der Zeit sein, bis auch in unseren Breiten ein solches Mittel erlaubt wird. 

Vor allem Patienten mit chronischen entzündlichen Krankheiten können bereits aufatmen. Diese können medizinisches Cannabis schon seit dem Jahr 2011 verschrieben bekommen, um zum einen die Entzündungen zu hemmen und zum anderen die Schmerzen zu lindern. Gleichzeitig heisst dies nicht nur, dass der Schmerzmittelkonsum signifikant verringert werden kann, sondern auch die Lebensqualität deutlich steigen kann.

Bildquelle: herbalhemp_pixabay

5. Juli 2019 0 comment
Superfoods

Wenn Du Superfoods in Deiner Ernährung eine höhere Priorität geben möchtest, musst Du Dich nicht unbedingt mit Exoten wie Goji-Beeren oder Chiasamen eindecken. Leichter ist die Zubereitung von Superfoods, die Du in jedem Lebensmittelgeschäft finden kannst. Geschmacksqualität und Genusswert treffen auf hohen Vitalstoffgehalt, und fantasievolle Zubereitungsmöglichkeiten.

Welche altbekannten Superfoods sind besonders wertvoll?

In fast allen bekannten Lebensmittel Sparten finden sich Lebensmittel, die Superfood-Eigenschaften haben. Du kannst Dir ihrer hohen Nährstoffdichte, ihres Geschmacks Werts, bei Bioprodukten ihrer Schadstofffreiheit und ihrer leichten Verfügbarkeit sicher sein. Auch der Kostenfaktor ist ein Aspekt, unter dem die hier genannten Superfoods zu sehen sind. 

Manches, was keinem Superfood-Hype unterliegt, ist in Wahrheit ein Superfood. Tatsächlich finden sich in jedem Land der Erde Lebensmittel mit Superfood-Qualitäten. Wenn Du zu jeder Mahlzeit eine oder zwei der genannten Nährstoff-Powerpakete verwendest, erhöht sich Dein Wohlbefinden automatisch.

Die Superfoods unter den Pseudogetreiden

Pseudogetreide sind getreideähnlich zuzubereitende Körnerfrüchte. Sie enthalten kein Gluten, sind leicht verdaulich und enthalten wertvolle Nährstoffe.

Amaranth – das fast vergessene Superfood

Die Wiederentdeckung des Amaranths ist einem Pionier der Bio Branche zu verdanken. Amaranth ist eine der ältesten bekannten Nutzpflanzen der Erde. Der Gehalt an pflanzlichen Proteinen und Mineralstoffen wie Magnesium, Kalzium und Eisen ist beeindruckend. Außerdem enthält das winzige Amarathkorn 70 Prozent ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel in Balance halten. Der Gehalt an Ballaststoffen unterstützt den Darm bei der Verdauung. Mit kleinem Mehlkörper ausgestattet, lässt sich das leicht nussig schmeckende Amaranth-Mehl gut in Pfannkuchen-Teig, Brotteig und Kuchen verarbeiten. Gepoppt oder gekocht schmeckt es in Müsli oder in selbstgemachten Müsliriegeln.

Quinoa – der lysinhaltige Inka-Reis

Die weißen Quinoa-Körner erinnern optisch an Sago. Tatsächlich war dieses Gänsefußgewächs eine wichtige Nahrungsgrundlage und Proteinquelle in der Nahrung der Inkas. Quinoa ist eine pflanzliche Protein Bombe mit bis zu 22 Prozent pflanzlichem Proteingehalt. In Quinoa sind größere Mengen der Aminosäuren L-Lysin, L-Tryptophan und L-Cystein enthalten. Lysin, das sonst nur in Fleisch vorkommt, spielt beispielsweise bei der Herpes Behandlung eine wichtige Rolle. Außerdem verbesserst Du mit leckeren Quinoa-Zubereitungen Deine Eisen-, Zink-, Magnesium- und Phosphor Bilanz. Du führst Dir ein leicht verdauliches Pseudogetreide ohne Gluten, aber mit vielen Vitaminen, Spurenelementen und Alpha- Linolensäure, , einer Omega-3-Fettsäure zu. Der leicht nussige Quinoa-Geschmack kommt in Suppen, Eintöpfen, Gemüse Aufläufen oder Bratlingen am besten zur Geltung. Quinoa kann außerdem als leckere Beilage zu Gemüsegerichten, oder mit frischen Kräutern und etwas Kräutersalz angemacht, in einer Buddha-Bowl serviert werden. Gemahlen kann Quinoa als Soßenbinder eingesetzt werden.

Auch unter Getreiden finden sich Superfood-Kandidaten

Bei den Getreide-Superfoods wie zum Beispiel Schwarzkümmelöl haben wir es mit glutenhaltigen und glutenfreien Kandidaten zu tun. Gluten ist ein Klebereiweiß, das beim Backen von Brot und Kuchen seine bindende Wirkung entfaltet. Zöliakie-Betroffene müssen auf diese Substanz aber verzichten.

Hirse – gut für Haare, Haut und Bindegewebe

Hirse darf mit Recht als ältestes Getreide der Welt bezeichnet werden. Viele Stammesvölker ernährten sich mit Hirsebrei. Hirse ist neben dem Hafer außerdem das wertvollste und nahrhafteste Getreide. Bemerkenswert sind der hohe Eiweißgehalt und der hohe Eisengehalt der Hirse. Die darin enthaltene Kieselerde (Silizium)festigt und stützt Haare, Haut und Bindegewebe. Außerdem können Hirsegerichte mit viel Vitamin C, Betacarotin, zahlreichen Mineralstoffen und verschiedenen Spurenelementen punkten. Gekochte Hirse kann in deftigen oder süßen Gerichten, oder als wertsteigernde Brotzutat genutzt werden.

Hafer – wertvoller als alle anderen Getreide

Haferbrei, Hafervollkornmehl und unbehandelte Vollkorn-Haferflocken sind Getreide-Superfoods. Der proteinreiche Hafer bietet neben größeren Mengen an Kalzium, den Vitaminen B1 und B6 auch reichlich ungesättigte Fettsäuren. Er enthält viele weitere Mineralstoffe und Spurenelemente, beispielsweise Magnesium, Eisen oder Zink. Hafer enthält deutlich weniger Gluten als Weizen oder Roggen. Daher bedarf er immer eines glutenhaltigen Begleiters, wenn er zu Brot verarbeitet wird. Hafer ist auch in Sachen Ballaststoffe bestens aufgestellt. Er sättigt lange, tut als ballaststoffreiche Nahrung den lebenswichtigen Darmbakterien im Darm Biom gut, und enthält zudem essentielle Aminosäuren. Diese kann Dein Organismus nicht selbst herstellen. Täglich Hafer zu essen, hält Dich geistig fit und schlank. Ob als Müsli, als Porridge oder Haferbrei genossen, als lockernde Brotzutat, gemahlene Smoothie-Beigabe oder herzhafter Gemüse-Bratling: Hafer besticht durch seinen guten Geschmack und seinen Nährwert. Eine eigene Getreidemühle und ein Flocker erlauben die frische Verarbeitung des Haferkorns.

Hülsenfrüchte sind leckere Powerpakete

Mancher Superfood-Fan meidet Hülsenfrüchte, weil sie blähen können. Linsen und Kichererbsen sind jedoch als proteinreiche Superfoods unverzichtbar. Sie stehen außerdem nicht sämtlich im Verdacht, unschön Töne zu fabrizieren. 

Linsen – bunte Vielfalt mit eindrucksvollen Nährstoffprofil

Wer nur Linsen Zubereitungen aus der Dose kennt, hat etwas verpasst. Getrocknete Linsen in orange, schwarz oder braun sind beim Kochen der wahre Jakob. Linsen stecken voller B-Vitamine und Mineralstoffe. Ihr Gehalt an Kalzium, Magnesium, Kalium, Phosphor, Zink oder Eisen qualifiziert sie, zu den Superfoods gerechnet zu werden. Außerdem warten Linsen mit Provitamin A, Vitamin E und Folsäure auf. Veganer schätzen den hohen Protein- und Aminosäuregehalt der Linsengerichte. Dank ihrer Ballaststoffe sättigen Linsen ausgezeichnet. Sie senken den Blutzuckerspiegel, und fördern eine gesunde Verdauung. Die Inder wissen Linsen in vielen Currys delikat zuzubereiten. In Nepal isst man sie als Dal am liebsten scharf. Bei uns sind die klassische Linsensuppe und fantasievolle Linsensalate die Favoriten. Linsen lassen sich außerdem mit Kräutern und Gewürzen zu delikaten Brotaufstrichen verarbeiten.

Kichererbsen – nicht nur als Falafel köstlich

Kichererbsen sind deutlich proteinreicher als einige Fleischsorten. Ihr Calciumgehalt ist ebenfalls beachtlich. Dank ihres Reichtums an Ballststoffen sättigen die gelben Kichererbsen anhaltend. Selbst mit Mineralstoffen geizen Kichererbsen nicht: Sie enthalten neben Eisen auch Magnesium und Zink, außerdem Vitamin A, mehrere B-Vitamine, sowie die Vitamine C und E. Kichererbsen sind gut verdaulich. Sie lassen wegen ihrer komplexen Kohlenhydrate und Ballaststoff-Anteile den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen. Genussmenschen bereiten Kichererbsen als orientalisches Hummus zu. Manche Menschen servieren öfter deftige Falafel zu einem Salat oder in einem Veggi-Döner, andere verarbeiten Kichererbsen in syrischen Eintöpfen zusammen mit Huhn und Tomaten. Manche Genießer lieben Kichererbsen als Zutat eines würzigen Brotaufstrichs, oder genießen sie in gerösteter Form als gesunde Nascherei.Obst und Beeren – auf jeden Fall Superfood-Kandidaten

Obst und Beeren – auf jeden Fall Superfood-Kandidaten

Es soll ja Menschen geben, die weder frisches Obst, noch vitaminreiche Beeren essen. Wer mehr Superfoods in seine Ernährung integrieren möchte, sollte Blaubeeren und Avocado eine Chance geben. Avocados sind nämlich Beeren, kein Gemüse.

Beeren – vor allem Blaubeeren – sind pure Vitaminpower

Egal, ob es um Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Stachelbeeren oder Brombeeren geht: Vitamin C steht an vorderster Stelle der Nährstoff-Skala. Es folgen Vitamin E, Mineralstoffe wie Magnesium oder Eisen, Carotinoide, Flavonoide und Ballaststoffe. Beeren sind außerdem kalziumreich. Blaubeeren oder Heidelbeeren enthalten natürliche Farbstoffe (sogenannte Polyphenole), die einen hohen Gesundheitswert haben. Neben Goji- oder Aronia-Beeren warten Heidelbeeren mit dem beeindruckendsten antioxidativen Potenzial aller Beeren auf. Außerdem punkten alle Beeren mit jeder Menge Antioxidantien. Sie sind Schlankmacher, denn sie haben dank ihres Wassergehalts nur wenige Kalorien. Beeren lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen. Sie schmecken pur, im Müsli, im Obstsalat, zu Quark- oder Joghurt-Zubereitungen, in Smoothies, in Muffins, auf Pfannkuchen oder als zuckerarmer Bio-Fruchtaufstrich.

Avocado – eine ungewöhnliche Vertreterin unter den Beeren  

Manche nennen die Avocado wegen ihrer cremigen Konsistenz und ihres natürlichen Fettgehalts „Butterfrucht“. Doch es sind im gegensatz zu den tierischen Fetten gesunde Fette, die einen hohen Nährwert haben. Außerdem sorgt ein Enzym namens Lipase dafür, dass nach dem Verzehr einer Avocado die Fettverbrennung in Gang kommt. Avocados aus dem Bioladen sind super gesund. Sie beinhalten viele Vitamine, Mineralstoffe, komplexe Kohlenhydrate und ungesättigte Fettsäuren. Damit sättigen Avocados erfreulich lange. Der Blutzucker steigt nur langsam an. Du kannst eine Avocado wegen ihres Lezithin-Gehaltes sogar als Nervennahrung ansehen. Die enthaltenen Aminosäuren sind essenziell. Sie können vom Organismus nicht selbst hergestellt werden. Als hausgemachte Guacamole, Avocado- und Apfelscheiben im Wechsel auf einem Röstbrot angerichtet, Avocado-Kräuter-Dip zu grünen Blattsalaten oder Buddha Bowls, oder eine halbe Avocado als Ei-Ersatz beim Backen – die Verwendungsmöglichkeiten für diese Superfood-Beere sind erstaunlich vielseitig. 

Gesunde Gemüse mit Superfood-Status

Dass frisch zubereitete Gemüse gesund sind, weiß wohl jeder. Den Gesundheitswert von Brokkoli und grünen Bohnen unterschätzen aber dennoch viele Menschen.

Brokkoli – ein antioxidativer Blumenkohl-Verwandter

Brokkoli ist ein naher Verwandter des Blumenkohls, aber wesentlich vitalstoffreicher. Er hat durchaus Superfood-Charakter. Brokkoli sollte deswegen möglichst häufig in knackiger Frische auf den Tisch kommen. Sein Gehalt an Vitamin C, Karotin, Kalzium, Magnesium und Folsäure ist ebenso interessant, wie seine Kalorienarmut. Außerdem punktet Brokkoli mit dem Spurenelement Chrom, sowie mit krebshemmenden Glucosinolaten, die Vorläufer von Senfölen sind. Das im Brokkoli anwesende Sulforaphan unterstützt die Krebshemmung. Außerdem schützt Brokkoli Deine Haut vor UV-Strahlung. Frischer Brokkoli schmeckt als Rohkost ebenso gut, wie gedünstet mit etwas gehacktem Knoblauch, oder in chinesischen oder thailändischen Gerichten. Brokkoli kann außerdem als Pizzabelag oder Auflauf-Zutat genutzt werden. Strunk und junge Blätter sollten mitgegessen werden.

Bohnen – Proteinreiche Gemüse- oder Hülsenfruchtvertreter

Grüne und gelbe Bohnen sind beliebte Gemüse. Weiße, rote und schwarze Bohnen sind jedoch als Hülsenfrüchte einzuordnen. Diese Bohnen-Vielfalt punktet mit hohen Eiweißanteilen, vielen Ballaststoffen, verschiedenen Geschmäckern und unzähligen Zubereitungsarten. Vegan lebende Menschen sollten täglich irgendeine Art von Bohnen zur Proteinversorgung essen. Außerdem enthalten Bohnen Folsäure, viele Mineralstoffe, die Vitamine C und E, und das Provitamin A. Mit ihrem hohen Ballaststoffgehalt wird die Verdauung angekurbelt, der Cholesterinspiegel gesenkt und Darmkrebs vorgebeugt. Außerdem profitierst Du vom hohen Gehalt an Antioxidantien. Bohnen bieten einen hohen Sättigungswert. Sie enthalten wenige Kalorien. Bohnensalat mit etwas Zitronensaft verbessert die Eisenaufnahme. Mit Zubereitungsarten wie Chili con oder sin Carne, serbischer Bohnensuppe, Birnen, Bohnen und Speck, grünen Bohnen zu Fleischgerichten, oder einem gelbem Wachsbrechbohnen-Salat sind nur einige Varianten der Zubereitung genannt.

Drei Superfood-Vertreter aus anderen Lebensmittelsparten

Wir könnten endlos so weitermachen – aber zum Schluss sollten drei Superfoods gewürdigt werden, die aus anderen Sparten stammen: das Kakaopulver, der Leinsamen, das Hanföl und das Kokosöl.

Wer mag keine Zubereitungen mit Kakaopulver?

Rohkakao ist als Superfood besser, als die damit hergestellten Naschereien mit hohem Zuckergehalt es vermuten lassen. Ungesüßtes Kakaopulver ist zuckerarm, mineralstoffreich, sowie erstaunlich ballaststoff- und vitaminhaltig. Vor allem der Gehalt an Kalium, Magnesium, Antioxidantien, oder Botenstoffen wie Serotonin und Dopamin wird der Glückskick nach dem Genuss von Kakaohaltigem nachgesagt. Nur beim Kaloriengehalt musst Du aufpassen. Du solltest daher entöltes Kakaopulver nutzen.

Leinsamen – viele Ballaststoffe und Omega-3-Fettsäuren

Leinsaat entstammt dem Lein oder Flachs. Berühmt für sein Quellvermögen, ist Leinsamen ein wunderbarer Darmreiniger. Außerdem sind die Schleimstoffe, die nach dem Aufquellen in Wasser erkennbar werden, als Schützer der Magen- und Darmschleimhäute nützlich. Vor allem aber enthält dieses unscheinbare Superfood mehr Alpha-Linolensäure – eine Omega-3-Fettsäure – als jeder andere pflanzliche Vertreter. Auf Suppen, in Brot oder im Müsli, beim Kochen und Backen oder als heilsamer Leinsamenaufguss kann diese ballaststoffreiche Saat Deiner Gesundheit dienen

Kokosöl – ein Tausendsassa unter den Superfoods

Das ganze Geheimnis des Kokosöls – möglichst in Bioqualität genutzt – sind seine mittelkettigen Fettsäuren. Diese senken den Cholesterinspiegel und die Blutfettwerte ab. Sie dienen der besseren Kalziumverwertung, sollen entzündungshemmend wirken, und den Knochenbau verbessern. Kokosöl kann zum Kochen, Backen oder Braten verwendet werden. Haar- und Hautpflege sind damit ebenfalls machbar.

Bildquelle: ellaolsson_pixabay



5. Juli 2019 0 comment